Autogenes Training Unterstufe

Autogen bedeutet "Selbst erzeugt, selbst gesteuert". Wenn man vom Autogenen Training spricht, ist eine "Selbstbeeinflussung" gemeint.

 

Das Autogene Training ist ein wissenschaftlich fundiertes, seit Jahrzehnten bewährtes Verfahren zur Tiefenentspannung und positiven Selbstbeinflussung. Es wurde vor ca. 90 Jahren von Prof. Dr. Johann Heinrich Schultz - er war Neurologe und Hypnosearzt in Berlin - entwickelt.

 

Aus den Erfahrungen mit der Hypnose wurde hier eine Methode der Selbsthypnose entwickelt, und zwar durch formelhafte Vorsätze - Eigensuggestion bzw. Autosuggestion, die man sich selbst vorspricht. Vom Seminarleiter, Trainer, einmal vorgesprochene Sätze müssen vom Behandelten, der Behandelten mehrfach selbst wiederholt werden. Dies geschieht lautlos, also lediglich in sich hinein gesprochen. 

 

Alles, was wir uns bildhaft vorstellen, hat die Tendenz sich zu verwirklichen. Unsere Sprache lebt von Bildern, Erfahrungen und Gefühlen. Wenn Willenskraft und Vorstellungskraft gegeneinander stehen, gewinnt ausnahmslos die Vorstellungskraft. Das Autogene Training geht also einen Umweg über Empfindungen, die immer mit dem Gegenteil von Spannung verbunden sind.

 

Durch 6 einfach zu erlernende Grundübungen kommt es so zu einer Harmonisierung des gestörten Gleichgewichtes von Anspannung und Loslassen. Körper und Seele finden ihren eigenen Rhythmus wieder. Man gewinnt innere Ruhe, Abstand von Problemen, Gelassenheit und Sicherheit. Psychosomatische Beschwerden verschiedener Art lassen sich günstig beeinflussen und oft ganz beseitigen.

Schwere      

das Schwereempfinden des Körpers aus der Entspanntheit heraus gekoppelt mit Anspannen. Aufgrund der konzentrierten Wahrnehmung z.B. des rechten Armes, der am Körper, auf dem Oberschenkel aufliegt, lockert sich die gesamte Muskulatur, so dass ein Gefühl von Schwere, der Wahrnehmung des Gewichtes des Armes sich vorgestellt werden kann. Der Arm ist schwer. Die Muskulatur lockert sich. Der Muskeltonus vermindert sich.

Wärme         

Aufgrund der gelockerten Muskulatur haben die Gefäße – Arterien, Venen, Lymphgefäße – ausreichend Raum. Die Durchblutung und der Abtransport über das Lymphsystem werden erweitert. Die Durchblutung verbessert sich bis in die kleinsten Gefäße, bis in die Peripherie.

Herz             

Beruhigung des Herzschlages und –rhythmus. Vorstellung einer Pendeluhr. Herzfrequenz senkt sich ab auf einen Wert von 60/Min. (Ruhepuls und Ruhefrequenz)

Atmung            

Atemrhythmus beobachten. Atmung intensiviert, vertieft, beruhigt sich ganz aus sich selbst heraus. Vorstellung: Schaukel, Wellen, Kornfelder. Die Herzübung und Atemübung sind eng miteinander gekoppelt aufgrund des Kleinen Körper-Kreislaufs Herz-Lunge.

Sonnengeflecht      

Strömende Wärme im Solarplexus. Unsere Mitte, das Sonnengeflecht, der Solarplexus. Dieser wird auch versorgt über das zentrale Nervensystem. Dieser Komplex mit seinen einzelnen Ganglien tritt über die Wirbelgelenke vor der Wirbelsäule gelegen als Komplex aus und versorgt nerval alle Bauchorgane. Da das Nervenbündel sich wie eine Sonne zu den einzelnen Organen hin verzweigt, heißt es Solarplexus. Die Vorstellung für diese Übung ist deshalb idealerweise die Wärme der Sonnenstrahlen. Jedoch ist es wichtiger, dass jede/r Teilnehmer/in ihre eigene Vorstellung von Wärme entwickelt.

 Kopf            

Kühle Empfindung auf der Stirn durch Eigensuggestion hervorzurufen, beispielsweise Kühle Luft, leichter frischer Hauch. Vier Unterformeln differenzieren das Empfindungs- und Beeinflussungsvermögen:  strömende Wärme im Nacken, Stirnkühle, Gesichtszüge glatt, Unterkiefer locker.

 

Die Ruhetönung, die zu Beginn vor den 6 Grundformeln vorgenommen wird sowie 

die Rücknahme,  die nach den 6 Grundformeln durchgeführt wird, sind keine Formeln im eigentlichen Sinne.

 

Aber: Bitte unterscheiden Sie die Übungsphase – 7 bis 10 Wochen Lernzeit

Und die eigentliche Anwendungsphase.

 

Alles lässt sich erreichen, verbessern allein durch die Vorstellungskraft.

 

In 7-10 Wochen - je nach Einteilung der Formeleinheiten - kann jede/r die Grundübungen erlernen. Es gibt keine "Unbegabten". Allerdings kann es je nach Ausgangslage, Erschöpfungszustand des Körpers und der Seele schneller oder langsamer gehen. Beim Lernen kann in der Gruppe gegenseitig Unterstützung gegeben werden, denn jede Beobachtung und jede Frage Einzelner ist wichtig, bringt alle im Verständnis weiter.

 

Im Kurs findet die Anleitung statt. Das eigentliche Training wird selbstständig zuhause oder an geeigneten anderen Orten vollzogen. Dabei sollen brach liegende Fähigkeiten genutzt werden, die in jedem Menschen vorhanden sind, z.B. die Fähigkeit zur Selbstbeeinflussung durch eigene Bilder zur Stärkung der Vorstellungskraft. 



Aktuelle Veranstaltungen


AT Grundkurs

Datum: Kurs ist bereits angelaufen
Referent: Angelika Beck

Inhalt:
Sie erlernen die Originalformeln des Autogenen Trainings nach Prof. Schulz und erlangen mit diesem Grundkurs die Fähigkeit, das Autogene Training fü ... weiter

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Mein Tipp 


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Offene Gruppe - Ruhe im Alltag leben - 14 tägig (gerade Kalenderwochen) jeweils donnerstags ab 19:30 Uhr (Beginn nach den Sommerferien am 10. August).